Bademoden - Frauen

Im 19.Jh. war es üblich, mit gestrickten Badeschuhen, die mit Kreuzbändern am Fuß/Bein festgebunden wurden, und Strümpfen zu baden.

ca. 1860 trugen in England und Frankreich die Damen zum Baden geschnürte, mit Borten versehene schwarze Badekostüme aus Halbwollstoffen. Oben herum trugen die Frauen eine Art Bluse, die vorne geknöpft und mit einem Gürtel gehalten wurde. Unter dem Oberteil trug man selbstverständlich immer noch ein Mieder. Dazu gab es lange, weite waden- oder knöchellange Schlupfhosen, die unten häufig abgebunden wurden.

ab 1863 kamen Netzhauben aus Wachskattun auf den Markt. Ebenso wurden Strohhüte getragen.

ab 1875 bestanden die Badeschuhe aus Segeltuch, hatten eine  dünne Ledersohle und wurden mit Spangen geschlossen.

ab 1880 bestand die Badebekleidung aus Perkal oder Flanell. Die Farben bleichten durch die Sonne und das Wasser bald aus. Und der Stoff trocknete nicht besonders schnell. Einige Badekostüme wurden auch aus breit gestreiftem Serge-Stoff hergestellt. Am Strand trug die Frau ein Cape aus Biber, Flanell oder frotteeähnlichem Stoff. Bademäntel werden bis zum heutigen Tage nicht geknöpft, sondern höchstens durch einen Gürtel gehalten. Manche Bademäntel besitzen ein Kapuze.

1887 kamen Matrosenbadekleidchen in Mode. Sie besaßen einen Matrosenkragen und wurden einfach über den Kopf gezogen. Als Unterteil trugen die Frauen eine Art Strumpfhose, welche in der Taille zusammengezogen wurden.

1891 gab es eine kurze Modewelle mit Kimonoärmeln.

nde des 19.Jh. badeten die Frauen in Badekostümen aus kurzärmeligen Kitteln und Kniehosen - eine Art Pumphosen, die aus Baumwollstoff waren. Die Badehauben waren aus Kautschuk oder Gummi, hatten einen am Kopf anliegenden Rand und zuweilen einen Nackenschutz. Am Kopf waren sie gebauscht

ab 1900 wurden die Badekleider kürzer und die Badehosen waren mittlerweile so kurz, dass sie darunter nicht mehr hervorschauten. Jedoch wurden schwarze Strümpfe zur Badebekleidung getragen. Gestützt wurde das Oberteil mit Fischbeingräten. Die Badeschuhe wurden nun aus dem englischen "Rubberstoff" hergestellt. Die Gummihauben zum Baden wurden mit Stoffhauben überzogen und teilweise mit anderen Stoffen, wie Seide oder Satin verschönert.

ab 1903 erschienen erstmals einteilige Badeanzüge aus Trikotbaumwolle oder Wolle.

ab 1915 konnte man Badehauben aus Gummi erwerben.

ab 1920: etablierten sich einteilig anliegende Wollbadeanzüge mit geometrischen Mustern, jedoch keine Streifen. Mancherorts musste aber mind. einer kurzer Rock darüber getragen werden. Unter die bis dato lediglich, schwarz, weiß, blauen Schwimmanzüge mischten sich nun auch freundlichere Farben. Am Strand wurden Badekleider und -capes getragen. Im Wasser trugen einige Frauen Schwimm(Hals-)ringe am Hals, damit ihnen beim Baden die Schminke nicht verwischt. Die Badekappen konnte man jetzt fest unterm Kinn mit einem Band verschließen.

ab 1930 waren Strickeinteiler aus Wolle  Mode, jedoch verloren sie beim Nasswerden ihre Form. Sie waren miederlos, meist ohne Büstenhalter und hatten oft ein  ausladendes Rückendekolleté. Brust und Taille waren leicht betont. Die Badehauben erhielten eine plastische Musterung.

Der erste Zweiteiler (Bikini) aus Wolle war geboren und kam auf den Markt.

ab 1950 gab es einteilige Badeanzüge ohne Träger, damit die Damen sich Schulter und Dekolleté besser durchbräunen lassen können. (Sicherheitsträger wurden aber zum Baden mitgeliefert). Die Beinansätze waren verlängert und oft hatte der Badeanzug ein kurzes Rüschenröckchen. Das Oberteil war wie ein Mieder gearbeitet und das Dekolleté war mit Einlage, verstellbaren Stäbchen oder druckdämpfenden Plüschpölsterchen versehen. Die Schwimmanzüge bestanden entweder aus Perlontaft, der mit gummielastischen Fäden durchwirkt war oder aus Baumwolle bzw. Wolle, die mit Lastex verstärkt waren. Von den weiblichen Jugendlichen wurden freche Badeanzüge mit Pumphöschen oder Ballerinaröckchen getragen. Auch der Bikini tauchte schon auf; war - obwohl noch sehr großzügig mit viel Stoff - zu dieser Zeit noch sehr verpönt und wurde nur von sehr mutigen Frauen zur Schau getragen. Bislang empfanden die Frauen den Badeanzug auch als damenhafter.

seit 1960 setzt sich endgültig der Bikini durch und zeigt zu dem auch mehr Haut als die früheren Modelle. Die Bikini-Oberteile hatten Plastikeinlagen und wurden oft ohne Träger getragen. Die Badekappen waren reichlich mir Blätter und Blumenmotiven/-applikationen versehen.

ab 1970 sind die Mini-Bikinis, auch als Tangas bekannt, keine Seltenheit mehr. Sie sind ohne Einlagen und Verstärkungen. Die Bikinihöschen werden seitlich oft nur durch ein Bändchen zusammengehalten. An manchen Stränden tauchen die so genannten Monokinis auf, die entweder nur ein transparentes oder gar keine Oberteil haben also oben-ohne.

ab 1972 kann man Bademode aus dem sonnendurchlässigen Material "Suntex" kaufen.

in den 1980er haben elegante trägerlose Badeanzüge mit geradem Dekolleté und hohem Beinausschnitt, sowie asymmetrischen Blumenmustern oder maritimen Look Hochkonjunktur: Ebenso beliebt ist der sportliche stromlinienförmige Badeanzug, am besten noch aus "Glitzerhaut" Daneben taucht auch Badekleidung auf , an denen die Hüften freigelassen, der Nabel aber bedeckt ist. Das dazugehörige Oberteil sieht wie ein zu kurzes ärmelloses T-Shirt aus. Teilweise trug man als Bikinioberteil eine Art umgebundenen Stoffstreifen, die Bandeau-Bikinis.

seit den 1990er hat auch der Tankini Einzug in die Bademodewelt gehalten. Er unterscheidet sich jedoch nur beim Oberteil von einem Bikini. Es verdeckt mehr, teilweise auch den Bauch und sieht ähnlich einem Top aus. Zum Baden werden nun auch häufig Stringtangas angezogen, die, durch die der Po unbedeckt bleibt.

Sidebar Menu