Der Capa

Capa Ist die spanische Bezeichnung des mittellateinischen Wortes „cappa“, was soviel wie ‚Mantel mit Kapuze’ und auch ‚Reisemantel’ bedeutet. Heutzutage ist der Begriff „Capa“ so gut wie ausgestorben.
Im spanischen Sinne meinte Capa den ärmellosen Umhängemantel des noblen Herrn des 16. bzw. Anfang des 17.Jh.s. In der Hofkleidung von Spanien erhielt sich die Capa bis ins 18.Jahrhundert.

Die Capa hatte einen runden Grundschnitt, war vorne offen und entweder kragenlos oder war aber mit einem Überfallkragen ausgestattet. Sie bestand aus Seide und Samt oder auch aus Wolle; sie konnte reich mit Goldstickereien verziert sein und wies nicht selten Besätze, wie Quasten, Borten und Fransen auf.

Der Umhängemantel reichte erst bis zu den Waden, wurde später aber nur noch knielang getragen. Teilweise wurde die Capa auch von der Bürgersfrau getragen.

Eine Abform der Capa ist die capa magna, der große Mantel. Einerseits gehört diese zur rituellen Bekleidung der Kardinäle und Bischöfe. Sie weist eine Kapuze, einen Schulterkragen und eine Schleppe auf.
Zum anderen trug man sie am französischen Hof unter dem Namen cape à l’espagnole. Sie war um einiges länger als die einfache Capa, was den Träger je nach Länge in seinem Rang kennzeichnete.
Außerdem war auch der Rotton von Bedeutung.

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