Mode historisch Frauenmode bei den Germanen

Einen Blick auf die historische Entwicklung der Frauenbekleidung bei den alten Germanen sollte man unterteilen in die beiden Epochen der Eisen- und der Bronzezeit.

Eisenzeit (ca. 750 v.Chr.) bis 400 n.Chr.)

In der Eisenzeit trägt die Germanin ein faltenreiches ärmelloses Hemdkleid, welches an beiden Schultern mit Nadeln oder Spangen zusammengehalten wird. Um die Taille trägt sie ein oder zwei Gürtel. Manchmal ist die darunter oder darüber mit einer Ärmelbluse bekleidet.
Unter ihrer Oberbekleidung hat sie Brust,- Bein- und Schenkelbinden gewickelt. Außerdem trägt sie bei Kälte und Wind ein mantelähnliches Übergewand, welches auch ihren Kopf bedeckt. Mit einer Fibel wird der Umhang zusammengehalten.

Ihr mittelgescheiteltes Haar trägt sie mit einem Stirnband umschlungen oder aber die sie steckt es hoch und mit einem Haarnetz fest. Manchmal trägt die Frau auch ein Kopftuch. In der Eisenzeit gab es bereits Frauen, die ihr Haar bleichten oder rot färbten.

Der Schmuck spielt auch in dieser Periode eine ebenso wichtige Rolle wie zuvor in der Bronzezeit. Sehr beliebt war u.a. der Bernsteinschmuck. Neben den Metallen Gold, Silber und Bronze konnte nun auch Eisen und Kupfer zur Schmuckherstellung verwendet werden.

Bronzezeit (ca. 1800 bis 750 v.Chr.)

Hisotrisch gesehen ändert sich die Mode der Germaninnen in der Bronzezeit. Sie trugen nun eine kimonoähnliche Ärmeljacke, die über den Kopf gezogen wurde und dazu einen in Röhrenfalten gelegten, knöchellangen Rock. Sowohl Rock als auch Oberteil waren aus Schafswolle hergestellt.
Der Rock wurde mit einem verzierten Gürtel festgehalten. Im Sommer wurden von den Mädchen Schnurröcke getragen, welche nur bis kurz über die Knie reichten. An den Füßen trug die Frau Bundschuhe, welches aus Wolle oder Leder gefertigt waren.

Um sich vor Kälte zu schützen trugen sie ärmellose gewebte Umhänge oder in Form gebrachte Wolfs- oder Bärenfelle. Trug die Frau ihre langen Haare nicht offen, steckte sie sie zusammen und in ein geknüpftes Haarnetz.

Mithilfe der neu entwickelten Gusstechnik war man nun in der Lage, vielfältige Schmuckstücke wie ketten, Knöpfe, Spangen, Fibeln, Gürtelschnallen sowie Arm- und Beinringe aus Gold, Silber und Bronze zu erschaffen.
Das bevorzugte Muster der damaligen Zeit war die Form der Spirale.

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