Jacken

Anorak / Windbluse / Kajakbluse/ Windbreaker / Schneejacke: Das Wort Anorak kommt von den grönländischen Inuit. Diese für die kalten Jahreszeiten bzw. Klimazonen entwicklete Jackenform hat immer eine Kapuze.
Der Anorak wurde Anfang des 20.Jahrhunderts von den Europäern übernommen, vor allem als Oberbekleidung für den Wintersport.

Die Barbourjacke / Wachsjacke besteht aus beschichteter, imprägnierter Baumwolle oder aus Wachstuch und bietet sich aus diesem Grund als Wetterjacke an. Dazu kommt, dass ihre Nähte verschweißt sind. Das Innenfutter ist häufig kariert. Manchmal ist die Barbourjacke abgesteppt und hat einen Cordkragen.

Ein Blazer / Sportsakko ist eine sportliche Anzugsjacke für Damen und Herren. Für die Frauen ist er im Schnitt weiblicher gehalten, kam erst 1963 in Mode und ist meist Bestandteil eines Kostüms, kann aber auch zu Jeanshosen getragen werden.

Das Blouson / Lumberjack gibt es erst seit den 1950er Jahren in Deutschland und kommt ursprünglich aus Frankreich. Das Blouson ist eine weite Bluse, bzw. Jacke, die bis zu den Hüften reicht und dort mit einem Gürtel eng geschlossen wird. Das Blouson wird von Frauen wie Männern getragen. Zwar taucht auch oft die Bezeichnung Lumber und Lumberjack dafür auf, jedoch versteht man heutzutage unter einem Lumberjack ein warmes kariertes Holzfällerhemd.

Die Bomberjacke / Fliegerjacke / Scooter Jacket kommt aus den USA und hat einen Blousonschnitt. ...

Den Bolero eine Jacke zu nennen, wirkt leicht übertrieben. Er ist eher kleines damenhaftes Schulterjäcken, welches gern über einem Kleid oder Top getragen wird. Der Bolero kann lange bis gar keine Ärmel aufweisen, und wird vorne oft nur durch ein Halsband oder ein Häkchen am Hals verschlossen. Dieses Modestück fand erstmals in Spanien seinen Weg in die Mode.
Ebenfalls spanischer Herkunft ist der Bolero, der die Toreros ziert, langärmelig ist und vorne geöffnet getragen wird.

Die Cabanjacke / Marinejacke ist eine schwere feste Jacke, die auf hoher See getragen wird und auch schon ihren Eingang in die zivile Mode gefunden hat. Sie ist mit doppelreihiger Knopfleiste versehen, hat meist Schulterklappen und zwei eingearbeitet Fronttaschen. Die aus Wollstoff gearbeitete Jacke reicht etwas über die Hüfte. Ihr großer Reverskragen eignet sich wunderbar zum Aufstellen und schützt so den Nacken vor zuviel Wind. Sie taucht selten in anderen Farben als schwarz und blau auf.

Cardigan-Jacke / Strickjacke Diese Jacke kommt aus England, wo sie 1853 zum ersten Mal während eines Krieges getragen wurde. Sie hat einen keinen Kragen ist aus leichtem angenehmen Material und bezeichnet heute verschieden geschnittene Strickjacken. Sie wird von Männern wie Frauen getragen.

Die Collegejacke gehört von ihrem Schnitt zum Blouson. Sie ist eine amerikanische Erfindung und gehört zur Schuluniform. Der Stehkragen und die Strickbündchen an den Ärmeln und am Saum sind häufig quergestreift. Sie hat oft zwei Hauptfarben, die sich unterteilen in die Farbe der Ärmel und die Farbe des Oberteils. Manchmal erscheint sie auch in nur einer Farbe. Sie ist mit Foot- oder Baseballaufschriften verziert, da jedes College eine Mannschaft in diesen Sportarten stellt.

Die Cordjacke / Kordjacke gibt lediglich Ausdruck über ihr verwendetes Material. Häufig sind Cordjacken im Schnitt eines Sakkos oder eines Blousons.

Daunenjacke: Seit 1978 gibt es mit Daunen gefütterte Jacken, die in ihrer Form sehr einem Anorak ähneln. Allerdings muss eine Daunenjacke nicht zwangsläufig eine Kapuze haben. Durch die Daunen ist diese Jacke für die tiefsten Temperaturen geeignet.

Die Fleecejacke ist aus flauschigen Kunstfasern gefertigt und zeichnet sich durch ihre Wärme und Leichtigkeit aus und tauchte erstmals um 1980 auf. Diese Jacke wird gern im Outdoor- und Freizeitbereich verwendet.

Eine Hemdjacke gleicht ihrem Schnitt wirklich einem Hemd, nur ist sie aus festerem Material.

Der Janker ist eine Trachtenjacke für Damen und Herren. Sie kann aus Wollstoffen, Filz oder Leder gefertigt sein. Meist ist sie einreihig, hat keinen Kragen (höchstens einen Stehkragen), und sie ist mit einem Einfassband gesäumt. Sie ist entweder hüft- oder knielang. Der Janker besitzt ein, zwei oder vier waagerechte Eingriffstaschen und verzierte Knöpfe. Oft ist der Stoff meliert.

Kamisol kommt aus vom Lateinischen „camisia“ und bedeutet „Hemd“, welches unter der Oberbekleidung, aber über dem Unterhemd getragen wurde. Das mit Ärmeln versehene Kleidungsstück tauchte vor allem im 16. und 17. Jahrhundert auf und wurde später und in anderen Regionen zu einem Wams bzw. Mieder abgewandelt.

Kastenjacken tauchen oft im Zusammenhang mit dem so genannten Lagenlook auf und sind nur in der Damenmode zu finden. In ihrer Grundform entsprechen sie einem großen Rechteck. Beim Tragen soll sie durch den überflüssigen Stoff helfen, die Frau schlanker erscheinen zu lassen.

Eine Kurzjacke zeichnet sich durch ihre, wie der Name schon impliziert, erstaunliche Kürze aus. So reicht sie meist nur bis kurz über den Bauchnabel, wenn überhaupt. Aber sie hat lange Ärmel.

Der Lendner / cotte hardie ist ein ärmelloser Waffenrock des 14. Jahrhunderts, der hinten am Rücken geschlossen und über der Rüstung getragen wurde.

Lumberjack bedeutet im Englischen einen „Holzfäller“. Die haben es sich zur Mode gemacht, karierte, wattierte Hemden zur Arbeit anzuziehen. Heutzutage findet man diese Holzfällerhemden vor allem in der Freizeitmode.

Die Motorradjacke / Bikerjacke / Bikerjacket ist aus sehr schwerem Glattleder gefertigt. Ihre Festigkeit soll vor dem kalten Fahrtwind und ein wenig bei Stürzen helfen. Einige Motorradjacken sind rockig gestaltet andere wiederum sportlich. Viele Bikerjacken werden latzartig verschlossen, damit der Wind nicht vorne herein blasen kann. Einige Jacken werden gegürtet getragen. Doch die Motorradjacke wird schon lange nicht mehr nur von Motorradbesitzern getragen. Sie soll dem Träger eine gewisse Stärke Selbstbewusstsein übertragen.

Neoprenjacken kommen ursprünglich aus der Wassersportbekleidung. Durch ihr besonderes Material aus schwefelhaltigen Verbindungen ist sie zum einen sehr widerstandsfähig, riecht aber auf der anderen Seite sehr unangenehm. Kommt der Körper mit Wasser in Berührung, hält das Neopren es nicht auf Dauer ab, hat aber den Vorteil, dass es kaltes Wasser am Körper auf Körpertemperatur erwärmt. In den letzten zehn Jahren konnte man Neoprenjacken oft im Alltagsgebrauch, vor allem bei junge Menschen antreffen. Diese kommen aber oft etwas unförmig daher.

Die Norfolkjacke zählt zu den funktionellen Sportjacken. Sie wurde eigens für den Jagd- und Schießsport konzipiert und ist daher besonders bewegungsfreundlich gestaltet. ...

Parka: Auch der Begriff Parka kommt wie der Begriff Anorak von den Inuit. Parka meint so viel wie „Hitze“, da er entsprechend wärmt. Ein Parka ist länger als ein Anorak, oft mit Kapuze. Er fand ebenso wie einige andere Kleidungsstücke seinen Einzug in die Alltagsmode über den Umweg beim Militär, wo er noch heute gebräuchlich ist. Im Gegensatz zu den Inuit, die ihre Parkas aus Vogel- oder Seehundhaut fertigten, bestehen die Parkas, die wir kennen aus fester Baumwolle. Zunächst nur in den Farben, grün, grau, blau, schwarz, kann man sie heute auch in schrillen Farben erwerben. Manche Parkas bieten die Möglichkeit, ein Fell einzuknöpfen.

Die Safarijacke sieht zunächst aus wie eine dünne Uniformjacke, ist also mit zwei Brust- und zwei Pattentaschen ausgestattet, hat Schulterklappen und wird einreihig geknöpft. Besonderheiten sind ihre Länge, die bis über die Hüfte reicht. Außerdem kann man die hochgekrempelten Ärmel mithilfe eines Stoffstreifens festknöpfen. In der Taille wird die Safarijacke gegürtet. Sie ist auch leichten Materialien, locker geschnitten und in den tropischen Farben, wie khaki, sand, oder blassgrün erhältlich. Sie wird von Mann wie Frau und Zu Beginn wurde diese Jacke von den Kolonisten getragen.

Die Schecke / Scheckenrock / Hänslein gehörte zur Herrenmode Mitte bis Ende des 14. Jahrhunderts. Diese eng sitzende Obergewand war sehr auf Taille geschnitten und wurde vorne zugeknöpft. Auffällig sind die am Oberarm aufgebauschten Ärmel.

Die Schlupfjacke wird über den Kopf gezogen, kann mit und ohne Kapuze sein. Häufig hat sie vorne eine Bauschtasche. Sie findet vielseitigen Einsatz im Sport- und Freizeitbereich. Damit man besser den Kopf beim Anziehen durch bekommt, ist sie mit einem halben Reißverschluss ausgestattet.

Die Softshell-Jacke ist eine recht neue Erfindung und zeichnet sich durch ihr futuristisches Material aus. Softshell ist wärmend, atmunsgaktiv, leicht und strapazierfähig in einem. Die Softshelljacken können starken Wind abhalten und auch mal einen Nieselregen, sind aber nicht 100% wasserdicht.

Der Spenzer / Spencer / Spenser ist eine Form der eng anliegenden Kurzjacke, die gerne zu Trachtenkombinationen getragen wird.

Die Steppjacke ist eine warme Jacke für den Herbst und Winter und hat charakteristisch abgesteppte Nähte, häufig in Rhombenform.

Sweatjacken werden aus den gleichen Materialien wie Sweatshirts gefertigt und sind von daher oft aus Baumwolle. Mittlerweile können diese geschlechtslosen Jacken aber auch aus Viskose, Polyester oder Samt sein. Wichtig ist, dass sie weich und bequem sind. Manche haben eine Kapuze, andere einen Stehkragen. Mit und ohne Tasche kann man sie finden. Geschlossen werden sie fast ausnahmslos mit einem Reißverschluss.

Die Tailleur-Jacke ist eine besondere Form der Damen-Kostümjacke, die extrem auf Taille geschnitten ist.

Der Wams ist fast mit einer Weste gleichzusetzen oder besser gesagt ist der Vorläufer einer solchen, jedoch ist er stets eng anliegend und kann auch Ärmel besitzen. Der Wams wurde je nach Mode als Ober- oder Untergewand getragen.

Weste / Gilet: Eine Weste ist immer ärmellos und das ist das einzige Merkmal, was sie wirklich kennzeichnet. In Schnitt, Material und Farbe ist sie extrem variantenreich. Westen kommen in jeder Mode vor und werden von beiden Geschlechtern getragen.

Die Zeltjacke ist in Form eines dreieckigen Zeltes geschnitten, von daher ihr Name.

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