Kopfbedeckung Mützen & Kappen

Der Balzo kam im 15.Jh aus Italien. Es handelt sich hierbei um eine weiche kugelförmige Kopfbedeckung.

Barett / Bereth / Paredt / Schleppe / Schlappe Das Barett gibt es schon seit ca. 1480 als Kopfbedeckung. Es kann aus aus Seide, Samt, oder Tuch sein. Eine Seite des Baretts steht über und hängt schräg herrunter. Manchmal wird es mit Ohrenklappen getragen. Das Barett gilt Vorläufer der Baskenmütze.

Das Base Cap ist eine steife Kappe mit steifem Frontschirm des 20.und 21.Jh. Das Base Cap kommt ursprünglich aus dem Sportbereich, ist aber in der heutigen Zeit überall in der Bevölkerung rund um den Globus verbreite und beliebt.

Die Baskenmütze / Pullmankappe ist eine Filzmütze ohne Schirm und Krempe, jedoch mit einem eng am Kopf liegenden Hutrand. Die Kopfdecke ist großzügiger gehalten. Der oben abstehende Zipfel kommt vermutlich durch das Filzen und stellt gewissermaßen das Markenzeichen dieser Kopfbedeckung dar. Bereits um 1570 kam die Baskenmütze in Mode und wurde in dunkelblauer oder schwarzer Farbe getragen. Seit 1950 kam die Baskenmütze auch in anderen Farben in Mode.

Die Balaklavamütze / Sturmhaube / Sturmmaske / Skimütze / Schlumpfmütze ist eine praktische Wollmütze für die kalte Jahreszeit, die einer Sturmhaube der Motorradfahrer ähnlich. Sie kann entweder nur als Mütze auf dem Kopf getragen werden oder aber heruntergrollt werden, so dass auch der Hals, die Ohren und große Teile des Gesichts geschützt sind.

Die Ballonmütze ist eine weiche Kappe mit steifem Schirm, die auf dem Kopf nicht eng anliegt, aber einen am Kopf eng anliegenden Rand besitzt. Der Kopfteil der Ballonmütze ist aus mehreren Stoffdreiecken zusammengenäht. Typisch ist ein runder Knopf oben in der Mitte, wo alle Dreiecke zusammenlaufen..

Die Baschlik / Baschlyk ist eine Kopfbedeckung aus Wolle mit langen wärmenden Seitenteilen, welche ursprünglich aus der Türkei stammt.

Bei der Bobbymütze / Bobbycap handelt es sich um eine weiße hohe Leinenmütze mit hoch stehender Krempe, die besonders in den Jahren von.1930 – 1970 bei den Frauen beliebt war. Sie wurde von der Kopfbedeckung der englischen Bobby adaptiert.

Der Fes / Fez / Tarbusch ist eine meist rote oder schwarze Filzkappe, in Form eines Kegelstumpfes. Oben ist sie mit einer Quaste versehen. Sie kam 1453 aus dem Orient und aus Nordafrika nach Europa. Sie wurde aus Gründen der Reformation in der Türkei 1926 und in Ägypten 1953 abgeschafft.

Die Häkelmütze ist ein gehäkeltes Käppi, welches meist ohne Krempe auskommt und angenehm im Sommer zu tragen ist, das sie viel Luft an den Kopf lässt.

Der Hennin / die Hornhaube läuft sehr spitz nach oben, wie eine umgedrehte Tüte. Zumindest war dies die Grundform; später wurden die Formen immer verrückter und ausladender, so dass ein Gesetz zur Regelung der Hutgröße erlassen werden musste. Für diese Kopfbedeckung wurde ein Papp- oder Drahtgestell gefertigt und anschließend mit Stoff umspannt. Der Hennin war meist mit Bändern oder Schleiern am Spitzenende geschmückt. 1420 tauchte sie erstmals in Frankreich auf.

Das Käppi bedeckt den Kopf nur teilweise und ist aus Stoff, z.B. aus Samt. Es hat keine Krempe und keinen Schirm.

Die Mitra / Inful / Bischoffsmütze ist die liturgische Kopfbedeckung des Papstes, Kardinals und des Bischoffs. Sie besitzt eine rechteckige hoch aufgestellte Grundform, dessen oberes Ende zu einer Spitze zusammenläuft. Die steife Kappe ist hinten mit Bändern, die bis auf die Schulter fallen geschmückt. Die seidene Mitra ist reich bestickt, mit Perlen verziert und mit Goldfäden durchwirkt.

Die Narrenkappe ist eine Stoffkappe mit halbrunden gezackten Spitzen, die meist zum Karneval und zur Faschingszeit getragen wird. Manche Narrenkappen haben an den Spitzen kleine Glöckchen.

Die Phrygische Mütze / Jakobinermütze sieht einem aufgesetzten Strumpf ähnlich, manchmal ist das überhängende, überstehende Ende ausgestopft. Sie ist das Sinnbild für Freiheit und den Kampf gegen Unterdrückung.

Der Pileolus / Zucchetto / Soli Deo ist ein seit dem 14.Jh. bekanntes Scheitelkäppchen der Kleriker. Je nach Stand, ob Mönch, Abt, Kardinal, Bischoff oder sogar Papst, hat der Pileolus eine bestimmte ihm zugewiesene Farbe.

Die Pudelmütze / Bommelmütze ist eine gestrickte Wintermütze mit angenähter Bommel.

Das Schiffchen ist ein kleines Käppi in Form eine Bootes, welches als modische Erscheinung von der Damenwelt getragen wurde. Bekannt ist das Schiffchen aber auch als kopfbedeckender Teil der Uniform, z.B. bei den Soldaten und den Pionieren.

Schiffermütze / Marinemütze / Seemanssmütze / Fleetekieker / Elbsegler Hierbei handelt es sich um eine runde steife Kappe mit Schirm und einer angebrachten Kordel. Meist in den Farben dunkelblau oder weiß erhältlich.

Die Schildkappe kam ab dem 18.Jh. auf. Die ist der Vorläufer der Schirmmütze.

Die Schildmütze ist eine Wollmütze mit versteiftem Schirm dran.

Die Schottenmütze / Tam-o’-shanter war im 19.Jh.-20.Jh. in Mode. Diese Mütze ist rund und flach und besitzt ein enges Abschlussband.

Die Studentenmütze ist eine flache Kappe in unterschiedlichen Farben aus dem 19.Jh. Sie hat einen kleinen festen Schirm und wird von den Studenten der Verbindungen getragen. Oft zeigt das Hutband die Farbe der jeweiligen Verbindung an.

Die Taqia / Kolah ist eine Mütze, die in arabischen Ländern getragen wird.

Der Tschako wird ab dem Ende des 18.Jh. aufgesetzt. Diese steife Kappe mit Schild und zylinderförmigen Oberteil hat besonderen Einsatz beim Militär, ab Anfang 19.Jh. bei den preußische Husaren, erlangt.

Die Tschapka / Schapka / Czapka ist eine Wintermütze, welche ursprünglich zur Uniform der Soldaten gehörte. Die Tschapka ist eine sehr warme Pelzmütze: teilweise ist sie auch nur innen mit Fell gefüttert. Sie reicht bis über die Ohren und wird mit einem Band unter dem Kinn zusammengebunden, an der Stirn besitzt sie einen rechteckigen Schirm, der je nach Belieben hoch- oder runtergeklappt getragen werden kann.

Die Zipfelmütze ist eine meist gestrickte Mütze mit einem langen runterhängendem Zipfel daran, manchmal auch mit einer Bommel kombiniert.

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