Das Pallium

Das Pallium taucht in verschiedenen Verwendungen auf. Grundsätzlich meinte man damit in der römischen sowie griechischen Antike jedes rechteckige Stück Stoff.
Weiterhin kam ihm die Bedeutung eines Übergewandes zu. Quasi als männliches, weniger faltenreiches Pendant zur Palla.

In Funktion eines Mantels war das Pallium aus Wolle, mitunter auch aus Seide gefertigt. Zur Farbauswahl standen weiß, schwarz oder purpurfarben; mitunter fanden sich kleine Streifen oder Rechteckige als Verzierung oder aber auch Buchstaben und Kreuze im Gewand wieder.
Das Pallium löste die Toga ab, wenngleich nicht gänzlich. Zu Beginn wurde das Pallium von Philosophen und Pädagogen und später auch von anderen Bürgern getragen. Ab 328 n.Chr. wurde es als offizielles Beamtengewand verordnet.

Auch die die Christenheit übernahm das simple Tuchgewand in ihren religiösen Darstellungen von Christen und Aposteln.
Eine dritte Aufgabe spielt das Pallium seit dem 6.Jh.n.Chr. in der liturgischen Bekleidung von Päpsten und Bischöfen.
Hier wird es nur noch in Form eines Streifens zu den entsprechenden Anlässen ringförmig über der Schulter getragen, wobei je ein Streifenende vorne auf die Brust und auf den Rücken fällt.

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