Röcke

rock 1950Röcke werden ja nicht nur nach ihren Längen wie: supermini, mini, ladymini, mezzo, midi, maxi, fußlang, bodenlang eingeteilt, sondern auch nach ihren Formen und Schnitten. Da gibt es z.B. den engen Rock, den geraden Rock, den ausgestellten oder weiten Rock. Speziellere Röcke sollen nachfolgend vorgestellt werden.

Der Ballonrock erhielt seinen Namen von seinem Äußeren, welches dadurch entstand, dass sehr viel Stoff aufgebauscht wurde und am Saum enger wurde.

Der Fächerrock wurde um 1895 getragen.

Faltenrock: Rundumfaltenrock, Schirmfaltenrock, Sonnenplisseerock, Rock mit Kellerfalten, Rock mit Faltensaum, Rock mit Faltengruppe. Der Faltenrock tauchte zum ersten Mal um 1870 auf. Der Rock kann ganz durchgefältet sein oder aber nur einen breiten Faltensaum besitzen. Die Falten werden entweder gleich mit eingenäht oder aber durch das Bügeln erreicht.

Glockenrock / Bahnenrock Liegt an der Hüfte eng an, wird zum Saum hin weiter und schwingender. Seine Grundform ist ein Kreis und besteht aus mehreren Bahnen. Manchmal wurde der Glockenrock noch durch einen darunter getragenen Spitzenrock betont.

Godetrock Dieser Rock besitzt keilförmige Stoffeinsätze, die eine Falte vortäuschen. Er wird auch oft mit dem Glockenrock gleichgesetzt. Godet kommt aus dem Französischen und meint „falsche Falte“.

Dem Hosenrock / Sportrock sieht man zunächst nicht an, dass er eigentlich eine Hose ist, da die Hosenbeine mit soviel Stoff glockig geschnitten sind, dass sie in Form eines Rockes fallen. Der Hosenrock entstand aus rein praktischen Erwägungen. Ende des 19.Jahrhunderts war das Reiten und Fahrradfahren als Freizeitvergnügen dermaßen beliebt, dass man den Rock teilte und sich daraus der Hosenrock entwickelte. Auch nachdem sich dann Anfang des 20.Jh. die Hose für die Frau etablierte, blieb der Hosenrock in der Mode beständig und war sehr beliebt in den 1930ern und 1960/170ern.

Der Humpelrock kam 1910 in Mode und stieß zu Beginn erst einmal auf Empörung. Der knöchellange Rock war im Saum sehr eng, durch eine Bordüre aus Pelz oder einer Passe. Dadurch konnte die Frau nur sehr kleine Trippelschritte machen. Damit ihr der Rock durch einen unbewussten größeren Schritt nicht zerriss, gab es zum Tragen des Humpelrockes eine Wadenband, auch Fußfesseln genannt. Man sieht den Humpelrock als Vorläufer der Hose an, der auch von dem gleichen Modeschöpfer Poiret erschaffen wurde.

Der Jeansrock ist natürlich aus Jeansstoff gefertigt und erinnert mit seinen aufgesetzten Taschen und seinem Schnitt an eine Jeanshose. Zumindest wurde er so in den 1980ern viel getragen. Manche Jeansröcke sind auch glockig und weit geschnitten und haben keine Taschen.

Der Kaminrock erlebte seine Beliebtheit in de 1960ern Jahren. Der lange elegante Kaminrock bestand aus Samt oder Wollstoff und wurde zum Abend getragen.

Die Krinoline / Crinoline tauchte immer wieder in der Modewelt auf und bezeichnete den steifen Rock, der über den Reifröcken getragen wurde. Er wurde mitunter auch durch andere Dinge versteift. So wurden auch Polster unterlegt oder sogar mit Luft gefüllte Gummischläuche.

Der Orgelpfeifenrock wurde um 1895 getragen

Mit Reifrock / Verdugado / Verdugada / Vertugale / Verdingale / Farthingale war meist der Unterrock einer bestimmten modischen Epoche gemeint, der mit Draht-, Holz- oder Fischbeinreifen in Form gehalten wurde. Der Reifrock wies unterschiedliche Formen auf und war z.B. kegel-, glocken-, tonnen-, korb- oder kuppelförmig.

Der Schottenrock / Kilt entspricht seiner Form einem Wickelrock, besitzt jedoch die Besonderheit, dass er früher ausschließlich von Männern getragen wird. Dieser Schurz wird aus kariertem Wollstoff gefertigt und seine Farbkombinationen entsprechen der Clanzugehörigkeit. An einer Seite sind Liegefalten angebracht. Zusammengehalten wird der Kilt entweder durch eine Nadel oder durch Lederbänder. Der Kilt taucht in Frankreich, in der Tracht der Bretagne auf und mittlerweile hat sich der Schottenrock auch als Kleidungsstück für die Frau etabliert.

Der Stufenrock besteht aus waagerechten zusammengefälteten Stoffbahnen, meist drei davon, die stufenförmig aneinander genäht sind. So steht der Rock etwas ab.

Torsorock enger Rock, bei dem weit unten eine Art Glockenrock angesetzt ist.

Der Volantrock zeichnet sich durch seine vielen Volants aus.

Der Wickelrock / Sarong ist schlicht ein langes rechteckiges Stück Stoff, welches man sich um die Hüften wickelt. Entweder wird der so entstandene Rock mit einem Knoten zusammengebunden oder mithilfe angebrachter Bändchen verschnürt.

Beim Zipfelrock/Taschentuchrock endet der Saum des Rocks in Zipfeln.