Schecke Scheckenrock

Die Schecke, auch als Scheckenrock und Hänslein bekannt, fand seinen Weg in die deutsche Mode im 14.Jh. und ist mit dem franzöischen Pourpoint verwandt. Ebenfalls ähnlich im Erscheinungsbild sind der Wams und der Lendner.
Die Bezeichnung Hänslein leitet sich von Hans ab, wie Jacke von Jakob. Bzw. leitet es sich vom französischen ‚jaque’ (zu deutsch ‚Hans’) später dann zu ‚jaquette’ geformt, ab.

Zunächst noch relativ lang im Schnitt, verkürzte sich dieser Oberrock, nur noch knapp das Gesäß bedeckend. Dabei lag es eng, stark tailliert, am Oberkörper an und betonte somit die Körperform des Trägers. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die ausgepolsterten Schultern und Brust. Das Hänslein wies entweder Schöße auf, die an den Seiten und an der Vorderseite geöffnet waren, teils auch wattiert wurden, oder es wurde ganz auf Schöße verzichtet.

Geschlossen wurde die Schecke mit vielen Knöpfen oder mit Schnüren. Der Scheckenrock wurde maximal mit einem Stehkragen, doch meistens kragenlos sowie mit einem schweren Gürtel getragen. Die Ärmel variierten in Länge und Form, waren aber selten eng anliegend. Teilweise wurde sie separat zum Oberteil angezogen.

Mehr Jacken