Schuh-Marken Deutschland

Bei "Marken-Schuhen" denken viele zuerst an Italien. Dabei gibt es auch in Deutschland ein reichhaltige Tradition der Schuh-Manufaktur.

In den letzten 150 Jahren haben sich mehr als 35 Schuh-Marken in Deutschland etabliert: Birkenstock, Salamander, Meindl, Adidas, Ara, Lowa, Otter, Pappilio, Sanita, Scholl, Tatami, Haflinger, Rohde, Gabor, Ricosta, Solid, Rieker, Dr. Martens, Josef Seibel, Puma, Bär, Elefanten, Fasan, Dinkelacker, Ganter, Hassia, Jomos, FinnComfort, K&S, Peter Kaiser, Sioux, Romika, Semler, Zeha . Einige dieser Schuhe aus Deutschland sind weltweit als Marken bekannt und haben wichtige Neuerungen in die Schuhmode eingeführt.

So verdanken wir es auch einem Deutschen, dass Kinderschuhe nicht mehr nur unförmige Fußbekleidungsstücke sind, sondern nun auch entsprechend der Ergonomie dem linken und rechten Fuß angepasst werden und ein überlegtes Fußbett tragen.
Auffällig ist, dass Schuhe aus Deutschland überwiegend robuste, bequeme und orthopädisch möglichst gesunde Schuhe sind.

Ab den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts setzte die Massenproduktion von Schuhen ein, so dass es in Deutschland über 100 Schuh-Fabriken gab, kleine Schustereien und Schuhmacher natürlich nicht mitgezählt.
Ein Maß-Schuhmacher arbeitet heute noch immer so, wie vor 200 Jahren, und selbst in einer Maschinenbestückten Schuhfabrik müssen viele Dinge manuell gefertigt werden, um dem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden zu können.
Einen guten Einblick in die moderne deutsche Schuhfertigung erhält man in den Gläsernen Schuhfabriken in Hauenstein und in Trier, die man besichtigen kann. Interessiert man sich auch für die Entwicklung der Schuhmode und deren Herstellung, kann man sich in den sieben Schuh-Museen in Deutschland, u.a. in Offenbach, Schönenwerd, Pirmasens und Hauenstein, informieren und einen ersten Eindruck über die Historie des Schuhs bekommen.

In den 1970er Jahren hatte die deutsche Schuhproduktion ihr Rekordhoch erreicht - und obwohl der Schuh-Bedarf in den folgenden Jahren nicht geringer geworden, sondern eher gestiegen ist, sank die Produktion in Deutschland um mehr als das Siebenfache. Das liegt v.a. daran, dass die Schuhe immer häufiger in den so genannten Billigländern gefertigt werden oder zumindest ein Teil der Produktionsschritte außer Landes erfolgt.
Befördert wurde das durch den zeitweisen Trend des deutschen Schuhkäufers, möglichst wenig Geld in neue Schuhe zu investieren. Glücklicherweise hat sich dieser Trend aber wieder zum Guten gewendet – die Verbraucher scheinen einen qualitativ höherwertigen Schuh wieder mehr zu schätzen und wieder bereit zu sein, für gute Schuhe aus Deutschland einen entsprechenden Preis zu zahlen.

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