Der Suedwester

Als Südwester werden zwei völlig verschiedene Hüte bzw. Kopfbedeckungen bezeichnet.

Am bekanntesten ist der Südwester der Fischer und Seefahrer, der wie der Sombrero eine Kopfbedeckung ist, deren Form und Aussehen ausschließlich praktischen Erwägungen zu verdanken ist.

Südwester ist in diesem Falle die Bezeichnung für die wasserdichte Kopfbedeckung, die von Seefahrern getragen wird. Sie wird in der Regel aus gelbem Öltuch gefertigt. Charakteristisch für den Suedwester ist die breite Krempe, die hinten noch verlängert ist, um zu verhindern, dass ablaufendes Wasser im Nackenbereich in die Kleidung gerät.
Die Bezeichnung "Südwester" verdankt sich der Tatsache, dass auf der Nordsee der meiste Regen aus südwestlicher Richtung kommt.

Aus einer ganz anderen Klimazone, nach deren Himmelsrichtung er benannt ist, stammt die andere Form des Südwesters: aus Südwest-Afrika.
Hier trugen die Kolonialkräfte der Preussischen Armee, die sog. "Schutztuppe" einen Schlapphut mit breiter Krempe, - nach dem Vorbild der Australischen Armee - in der für die Tropenregionen typischen Khaki-Farbe.

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